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Gutartige (benigne) Lebertumore mit Krankheitssymptomen
Im weiteren Sinn kann man die beiden folgenden Entitäten zu den gutartigen Tumoren zählen. Im Gegensatz zu den oben aufgeführten Erkrankungen machen sich diese jedoch häufig durch Krankheitssymptome wie Fieber, Müdigkeit und Schmerzen im Oberbauch bemerkbar.
Leberabszesse
Sie werden in der Regel durch Bakterien (90%) oder durch Parasiten
(10%) verursacht. Die Behandlung erfolgt zunächst meist antibiotisch
und interventionell, das heißt neben der Verabreichung von
Antibiotika wird in lokaler Betäubung ein feiner Schlauch unter
Ultraschallkontrolle durch die Haut in den Abszess gelegt, damit
dieser aus der Leber ablaufen kann. Falls erforderlich kann nach
Abklingen der Entzündung und Rückbildung der Beschwerden in einem
zweiten Schritt die chirurgische Sanierung des Herdes durchgeführt
werden.
Echinococcuszysten
Der Hundebandwurm (Echinococcus granulosus cysticus) befällt in über
60% der Fälle die Leber und führt zu abgekapselten mit so genannten
Hydatiden gefüllten Zysten. Diese Zysten können durch einen
chronischen Entzündungsreiz und durch Vernarbung zum Teil verkalken.
Das Krankheitsbild der Echinococcose tritt vermehrt bei Patienten
mit häufigen Auslandsaufenthalten auf und nimmt insbesondere durch
die Zuwanderung wieder zu. Falls eine spezifische medikamentöse
Therapie nicht zur Heilung führt, so muss die Zyste operativ
entfernt werden. Seltener findet man den Befall der Leber durch den
Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis alveolaris). In diesen
Fall wächst der Bandwurm ohne scharfe Begrenzung ins Lebergewebe, so
dass häufig ein ganzer Teil der Leber entfernt werden muss.
