Organe & Erkrankungen | Nebennieren
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Anatomie
Erkrankungen der Nebennieren
Indikationen
Operative Therapie
Komplikationen
Nachsorge
Anatomie
Die Nebennieren produzieren eine Vielzahl verschiedener Hormone (Mineralcorticoide,
Glucocorticoide, Sexualhormone, Stresshormone). Die Abgabe der
Hormone an den Blutkreislauf wird durch die Hirnanhangdrüse
(Hypophyse) gesteuert.
Die beiden Nebennieren befinden sich am oberen Pol der Nieren.
Erkrankungen der
Nebennieren
Auf dieser Seite finden Sie die Ursache, Diagnose, Symptome,
Indikation und operative Therapie folgender Erkrankungen der
Nebennieren:
- Hormonaktive gutartige Nebennierentumore
- Hormoninaktive Nebennierenvergrößerungen
- Bösartige Nebennierentumore
Indikationen
- hormonaktive gutartige Nebennierentumore (Nebennierenadenome,
Phäochromozytome)
- hormoninaktive Nebennierenvergrößerungen (über 5 cm Größe)
- bösartige Nebennierentumore (Nebennierencarcinome)
Operative Therapie
Vor einer Operation der Nebennieren ist eine sorgfältige
endokrinologische Untersuchung und Diagnostik erforderlich. Der
Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt.
Die Operation der Nebennieren erfolgt seit einigen Jahren zunehmend
durch minimalinvasive Operationsverfahren. Der Vorteil der
minimalinvasiven Operationstechniken an der Nebenniere ist vor allem
der wesentlich kleinere Zugangsweg. Statt eines Hautschnittes von
etwa 15 bis 20 cm, werden bei der endoskopischen Operation der
Nebenniere nur vier je 1 bis 1,5 cm lange Hautinzisionen benötigt.
Die minimalinvasive Entfernung einer Nebenniere kann sowohl durch
die Bauchhöhle (laparoskopisch) als auch vom Rücken aus (retroperitoneoskopisch)
erfolgen.
Die Entscheidung, ob eine Nebennierenoperation konventionell oder
minimalinvasiv durchgeführt wird, hängt von der Lage, der Größe und
der Art des Nebennierentumors ab und wird individuell mit dem
betreffenden Patienten geplant.
Bei den selten auftretenden Fällen von beidseitigen Vergrößerungen
der Nebennieren (z.B. durch Phäochromozytome) wird als neues
operatives Verfahren eine Teilentfernung (subtotale Adrenalektomie)
der Nebennieren durchgeführt. Diese Operationstechnik wird bisher
nur an wenigen Zentren, teilweise im Rahmen von Studien eingesetzt.
Der Vorteil der Operation liegt in der Erhaltung der körpereigenen
Hormonproduktion und der Vermeidung einer lebenslangen
Medikamenteneinnahme für die jeweiligen Patienten.
Komplikationen
Die Nebennieren sind aufgrund ihrer anatomischen Lage im
Retroperitoneum schwer zugängliche Organe. Die rechte Nebenniere
befindet sich in enger nachbarschaftlicher Beziehung zur großen
Hohlvene (V. cava), zum Zwölffingerdarm (Duodenum) und zum Dickdarm
(Colon). Die linke Nebenniere befindet sich neben der Milz, der
Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und dem Dickdarm. Aufgrund der
räumlichen Nähe zu den genannten Organen kann es in sehr seltenen
Fällen, vor allem bei ausgedehnten bösartigen Nebennierentumoren zu
einer Verletzung dieser Organe kommen.
Nachsorge
In den ersten Stunden nach der Operation erfolgt eine intensive
Überwachung der Kreislauf- und Laborparameter im Aufwachraum oder
auf der Intensivstation. In den folgenden Tagen erfolgt eine
krankengymnastische Betreuung und die Überwachung der Wundheilung.
Die Hautfäden werden nach 10 Tagen entfernt. Die Entlassung aus der
Klinik erfolgt nach etwa 6 - 8 Tagen. Die weitere Betreuung und
Nachsorge wird in enger Zusammenarbeit mit dem Hausarzt oder
Internisten bzw. Endokrinologen durchgeführt.
