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Forum - Was verursacht Krebs?
Was ist Krebs?
Krebs ist eine Erkrankung der Körperzellen. Der Körper ist aus
Millionen von kleinsten Zellen aufgebaut. Verschiedene Körperteile,
wie z. B. innere Organe, Knochen, Muskel, Haut und Blut, werden aus
verschiedenen spezialisierten Zellen gebildet. Alle Zellen gemeinsam
haben einen in ihrer Mitte liegenden Zellkern, der die Gene der
Zelle enthält. Diese Gene kontrollieren die Zellfunktionen.
Es gibt viele verschiedene Körperzellen, dementsprechend viele
verschiedenen Krebsarten, die aus den Zelltypen entstehen können.
Was allen Krebszellen gemeinsam ist, ist die Tatsache, dass diese
Krebszelle abnormal wächst und sich ohne Kontrolle vermehrt.
Was verursacht Krebs?
Man geht davon aus, dass jeder Krebs durch eine einzige abnormale
Zelle entsteht. Was zu passieren scheint ist dass ein wichtiges Gen,
das die Zellvermehrung kontrolliert, beschädigt wird oder sich
verändert. Das charakterisiert die Zelle dann als abnormal. Wenn die
abnormale Zelle überlebt und sich ohne Kontrolle vermehrt, entsteht
daraus ein maligner Tumor.
Wir alle haben ein gewisses Risiko, einen Krebs zu entwickeln.
Manche Krebsarten entwickeln sich aus keinem ersichtlichen Grund.
Nichts desto trotz sind gewisse Risikofaktoren bekannt, die die
Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass
eine oder mehrere ihrer Körperzellen sich verändern und zu
einem bösartigen Krebs führen. Die bekannten Risikofaktoren (Carcinogene)
sind:
Chemische Carcinogene
Ein Carcinogen ist ein Stoff (Chemikalie, Strahlung, u.s.w.), der
eine Zelle beschädigen kann und damit die Wahrscheinlichkeit erhöht,
dass diese Zelle in eine kanzeröse Zelle entartet. Generell kann man
sagen, je länger die Expositon des Körpers einem Carcinogen besteht,
desto größer ist das Risiko. Sehr gut untersuchte Zusammenhänge
bestehen für:
·
Tabakraucher.
Wenn Sie rauchen ist es wahrscheinlicher, dass sie im Leben einen
Krebs der Lunge, des Mundes, des Rachens, der
Speiseröhre, der Blase und der Bauchspeicheldrüse entwickeln.
Rauchen steht im Verdacht ca. ¼ aller bekannten Krebsarten entstehen
zu lassen. Ca. 1 von 10 Rauchern stirbt an einem Lungenkrebs. Je
mehr man raucht, desto größer ist hierbei das Risiko. Wenn Sie mit
dem Rauchen aufhören sinkt dieses Risiko beträchtlich.
·
Arbeits-Chemikalien,
wie z.B. Asbest, Benzol, Formaldehyd u.s.w. Wenn Sie mit diesen
Stoffen ohne Schutzvorrichtungen gearbeitet haben, haben Sie auch
das Risiko verschiedene Carcinome zu entwickeln erhöht.
Beispielsweise ist das Auftreten eines sogenannten Mesothelioms (ein
Lungentumor) in vielen Fällen begründet mit der Exposition gegenüber
Asbest.
Alter
Je älter Sie werden, desto wahrscheinlicher ist es ein Carcinom zu
entwickeln. Dies ist wahrscheinlich bedingt durch die Häufung von
beschädigten Zellen im Körper über die Zeit.
Ebenso sinkt die Widerstandsfähigkeit und Abwehr des Körpers gegen
abnormale Zellen mit zunehmendem Alter. Z.B. wird die Fähigkeit des
Körpers, beschädigte Zellen zu reparieren bzw. die Fähigkeit des
Immunsystems, abnormale Zellen zu zerstören, im Alter bedeutend
geringer. So kann u.U. eine einzige beschädigte Zelle überleben und
sich ohne Kontrolle zu einem Carcinom vervielfältigen. Die meisten
Carcinome entwickeln sich bei älteren Patienten.
Lebensumstände
Die Ernährung und andere Lebensumstände können das Risiko einen
Krebs zu entwickeln erhöhen oder erniedrigen. Z. B.:
·
Wenn man eine Menge Früchte und Gemüse zu sich nimmt, reduziert man
das Risiko, verschiedene Krebsarten zu entwickeln. Der exakte Weg
inwiefern diese Maßnahmen gegen Krebs schützt, ist noch nicht
komplett erforscht. Diese Form der Ernährung ist vitamin- und
mineralreich sowie reich an chemischen Stoffen, die Antioxidantien
genannt werden. Diese Stoffe schützen vor den in den Körpern
aufgenommenen schädigenden Chemikalien. Wir alle sollten mindestens
5 Portionen Früchte und Gemüse am Tag essen (einige Experten
empfehlen sogar mehr davon).
·
Zu fettreiche Nahrung erhöht wahrscheinlich das Risiko verschiedene
Krebsarten zu entwickeln.
·
Das Risiko bestimmte Carcinomarten zu entwickeln ist ebenfalls bei
Fettleibigkeit, fehlender körperlicher Übung und übermäßigem
Alkoholgenuss erhöht.
Strahlung
Strahlung ist krebserregend. Z.B. erhöht die Exposition gegenüber
radioaktivem Material und nuklearem Fallout das Risiko eine Leukämie
oder andere Krebsarten zu entwickeln. Übermäßige Sonnenexposition
und Sonnenbrand (Strahlung der Klasse UVA und UVB) erhöhen das
Risiko für einen Hautkrebs.
Je größer die Strahlendosis, desto größer ist das Risiko der
Krebsentstehung. Anmerkung: Das Risiko sehr kleiner Dosen, wie z. B.
einer Röntgenuntersuchung ist sehr gering.
Infektion
Einige Virusarten werden mit bestimmten Krebsarten in Verbindung
gebracht. Z.B. können die Pat. mit einer Dauerinfektion von
Hepatitis B und C Viren ein Carcinom der Leber entwickeln. Die
meisten Viren oder Virusinfektionen sind aber nicht mit einem
bösartigen Tumor in Verbindung zu bringen.
Immunsystem
Pat. mit einem Immundefizit haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko ein
Carcinom zu entwickeln. Z.B. Pat. mit Aids oder Pat. unter einer
immunterdrückenden (immunsupressiven Therapie).
Ihre genetische Zusammenstellung
Einige Krebsarten haben einen engen genetischen Bezug. Z. B. gibt es
einige Krebsarten in der Kindheit, bei denen abnormale Gene oder
Gene, die das bösartige Entarten einer Zelle hervorrufen, vererbbar
sind.
Andere Krebstypen können einen genetischen Faktor haben, der nicht
genau bekannt ist. Es scheint allerdings so zu sein, dass manche
Patienten in ihrer genetischen Zusammenstellung so geschaffen sind,
dass sie gegen den Effekt von carcinogenen Substanzen oder anderen
Faktoren wie z. B. die Ernähung weniger widerstandsfähig sind.
Die meisten Krebsarten sind wahrscheinlich durch eine Kombination
verschiedener Faktoren bedingt
Nicht jeder Mensch, der mit Carcinogenen in Kontakt kommt oder einen
ungesunden Lebensstil führt, entwickelt ein Carcinom. Z.B.
entwickeln nicht alle Raucher einen Lungenkrebs. Es ist eine
Tatsache, dass wir alle geringen Dosen von Carcinogenen täglich
mehrfach ausgesetzt sind.
Der Körper hat bestimmte Mechanismen, die uns vor der
Krebsentstehung schützen. Z.B. geht man davon aus, dass viele
Zellen, die durch Carcinogene beschädigt werden, sich selbst
reparieren können. Ebenso kann das eigene Immunsystem einige
abnormale Zelltypen zerstören, bevor sie sich zu einem Tumor
vervielfältigen. Evtl. kann ein Carcinogen nur einen Schaden an
einem Gen hervorrufen und die Beschädigung von 2 oder mehr Genen
wird benötigt, damit eine Zelle sich ohne jede Kontrolle
vervielfältigen kann.
