Bauspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)

Das Pankreascarcinom ist ein relativ seltener Tumor, er kommt ungefähr bei einem von 10.000 Patienten im Jahr vor. Es gibt verschiedene Typen eines Pankreascarcinoms, aber in 9 von 10 Fällen handelt es sich um das sogenannte "ductale Adenocarcinom".

Ductales Adenocarcinom des Pankreas

Dieser Krebstyp entwickelt sich von entarteten Zellen des Pankreasganges. Diese Zellen teilen sich ohne Kontrolle und es entsteht ein Tumor in und um den Pankreasgang. Wenn der Tumor wächst:  

  • Kann er den Gallengang oder den Pankreasgang blockieren. Dies verhindert das Abfließen von Galle und Pankreassekret in das Duodenum (Zwölffingerdarm).

  • Kann der Tumor tiefer in das Pankreas einwachsen. Mit der Zeit kann der Tumor durch die Begrenzung des Pankreas hindurch wachsen und nahe liegende Organe, wie z.B. das Duodenum, den Magen oder die Leber infiltrieren.

  • Können Zellen dieses Tumors sich verteilen und in Lymphkanäle oder Blutstrom einbrechen. Der Krebs kann auf diese Weise in die nahe gelegenen Lymphknoten oder andere Körperteile metastasieren.

Andere Typen eines Pankreascarcinoms

Es gibt einige andere seltene Typen eines Pankreascarcinoms, die von weiteren Zelltypen der Bauchspeicheldrüse entstehen. Z.B. können Zellen des Pankreas entarten, die Insulin und Glukagon produzieren (sogenanntes Insulinom oder Glukagonom). Diese Tumoren benehmen sich anders als die ductalen Adenocarcinome, sie können z.B. zuviel Insulin oder Glukagon produzieren und durch die dafür spezifischen Symptome auffällig werden.

Der weitere Artikel beschäftigt sich mit dem ductalen Adenocarcinom des Pankreas.

Pankreascarcinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs)

Das Pankreascarcinom tritt hauptsächlich bei Patienten über 60 Lebensjahren auf. Wenn es in einem frühen Stadium diagnostiziert wird, kann eine Operation mit Entfernung des Carcinoms eine gewisse Heilungschance darstellen. Im allgemeinen kann man sagen, je weiter verbreitet der Tumor ist (je mehr er gewachsen und metastasiert ist) desto geringer ist die Chance, dass eine Behandlung den Tumor heilen wird. Eine spezielle Therapie kann das Fortschreiten des Carcinoms verlangsamen.

Was ist die Bauchspeicheldrüse (Pankreas)?

Das Pankreas ist im Oberbauch und liegt hinter dem Magen und dem Dünndarm. Die Form des Pankreas ist ähnlich einer Kaulquappe. Genauso hat der Pankreas einen Kopf, einen Körper und einen Schwanz. Der Kopfbereich ist sehr nahe am Duodenum (der Zwölffingerdarm, der erste Anteil des Dünndarmes direkt hinter dem Magenausgang) angelegt.

Der Pankreas produziert ein Sekret, das Enzyme enthält, die wir zur Verdauung von Nahrung brauchen. Diese Enzyme werden in den Pankreaszellen gebildet und in kleine Kanälchen abgegeben. Diese Kanälchen vereinigen sich wie die Zweige eines Baumes zu dem großen Hauptpankreasgang. Dieser leitet das enzymreiche Sekret in das Duodenum. Die Enzyme liegen in einer inaktiven Form im Pankreas vor (sonst würde sich die Bauchspeicheldrüse selbst verdauen). Sie werden im Zwölffingerdarm zur Verdauung aktiviert.

Eine spezielle Zelltruppe wird "Langerhans'sche Inselzellen" genannt und ist über den gesamten Pankreas verteilt. Diese Zellen bilden die Hormone Insulin und Glucagon. Diese Hormone werden direkt in den Blutstrom abgegeben und kontrollieren den Blutzuckerspiegel.

Der Gallengang transportiert die Galle von der Leber und der Gallenblase. Dieser trifft den Pankreasgang vor dem Eintritt in das Duodenum. Die Galle wird so ins Duodenum abgegeben und hilft bei der Verdauung von Nahrung.

Was ist Krebs?

Krebs ist eine Krankheit der Körperzellen. Der Körper ist aus Millionen von kleinen Zellen aufgebaut. Es gibt viele verschiedene Zelltypen im menschlichen Körper und genauso viele verschiedene Arten eines Krebsleiden können sich aus diesen verschiedenen Zelltypen entwickeln. Allen Krebstypen gemeinsam ist, dass diese Krebszellen abnormal sind und sich ohne Kontrolle vermehren können. Ein bösartiger Tumor ist ein "Klumpen" oder Gewächs eines Gewebes und ist aus Krebszellen aufgebaut, die sich ohne Kontrolle vermehren. Wenn diese bösartigen Tumoren wachsen, können sie in Nachbargewebe oder Nachbarorgane einwachsen und Schaden anrichten.

Bösartige Tumoren können auch Absiedlungen in anderen Teilen des Körpers bilden. Dies passiert indem einige Zellen aus dem sogenannten Primärtumor ausbrechen und mit z.B. Blutstrom oder Lymphflüssigkeit zu anderen Körperstellen transportiert werden. Diese kleinen Zellgruppen können sich dort in Form eines Sekundärtumors (eine sogenannte Metastase) wieder vermehren und somit zu Absiedlungen an verschiedenen weiteren Körperstellen führen.

Diese Metastasen können erneut wachsen, in Nachbargewebe eindringen und Schaden anrichten Sie können sich genauso wie der Primärtumor im Körper verteilen.

Einige Krebsarten sind ernster zu nehmen als andere, einige sind leichter zu therapieren als andere (insbesondere wenn die Diagnose in einem frühen Stadium gestellt wird), einige dieser Tumore haben eine bessere Prognose als andere.

So gesehen ist Krebs nicht nur eine Erkrankung. In machen Fällen ist es sehr wichtig zu wissen, welcher exakter Typ eines Krebses sich entwickelt hat, wie groß dieser Krebs im Moment ist und ob er sich bereits im Körper verteilt hat. Diese Eckpunkte ermöglichen es Ihnen, zuverlässige Informationen über die Behandlungsmöglichkeiten und die Prognose Ihrer Erkrankung zu erhalten.

Wie kommt es zu einem Adenocarcinom des Pankreas?

Ein Krebstumor startet seine Entwicklung aus einer abnormalen Zelle. Der genaue Grund, warum eine Zelle zu einer Krebszelle wird, ist unklar. Man denkt daran, dass es auf irgendeiner Art und Weise zu einem Schaden oder einer Beschädigung im Bereich bestimmter Gene einer Zelle kommt. Durch diesen Genschaden wird die Zelle der Kontrolle entzogen und vermehrt sich unkontrolliert weiter.

Viele Menschen entwickeln ein Carcinom des Pankreas ohne ersichtlichen Grund. Wie auch immer, bestimmte Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit ein Pankreascarcinom zu entwickeln. Diese sind:

  • Alter. Der Tumor ist wahrscheinlicher beim älteren Menschen, die meisten Fälle sind Patienten über 60 Jahre.
  • Genetische Faktoren. Manche Familien haben ein vermehrtes Auftreten eines Pankreascarcinoms als der Durchschnitt.
  • Ernährung ist möglicherweise ein Faktor. Eine sehr fettige Ernähung scheint das Risiko zu erhöhen.
  • Rauchen.
  • Eine chronische Pankreatitis (eine chronische Entzündung des Pankreas). Die meisten Fälle einer chronischen Pankreatitis sind durch den Missbrauch und den vermehrten Konsum von Alkohol bedingt.
  • Diabetes. Aber beachten Sie: Der Diabetes ist eine verbreitete Erkrankung und der größte Anteil der Patienten mit einem Diabetes erkranken nicht an einem Pankreascarcinom.

Wie sind die Symptome eines Pankreascarcinoms?

Die Symptome des verschlossenen Gallengangs

In ca. 7 von 10 Fällen entwickelt sich ein Tumor im Pankreaskopf. Ein kleiner Tumor verursacht zunächst oft keine Symptome. Wenn der Tumor wächst, kann er den Gallengang verschließen. Das verhindert den Abfluss der Gallenflüssigkeit in das Dodenum, dies führt zu:

  • Gelbsucht (die gelbe Hautfarbe resultiert aufgrund erhöhter Werte für Gallenflüssigkeit im Blut durch diese Blockade).

  • Dunkle Urinfärbung (verursacht durch die erhöhten Werte des Gallenfarbstoffs, der in den Nieren gefiltert wird).

  • Weißer (blasser) Stuhlgang (weil der Stuhlgang kein Gallenfarbstoff enthält, der normalerweise für die braune Farbe des Stuhlgangs verantwortlich ist.

  • Generalisierter Juckreiz (wegen dem erhöhten Gallenfarbstoff im Blutstrom).

Schmerzen sind oft nicht das erste Zeichen! Deswegen ist eine schmerzlose Gelbsucht, die fortschreitet, oft das erste Zeichen eines Pankreascarcinoms.

Weitere Symptome

Wenn der Krebs im Pankreas wächst, können weitere Symptome auftreten, wie z.B.:  

  • Oberbauchschmerzen, Schmerzen im Bereich der Mitte des Rückens können sich entwickeln, wenn der Tumor nach hinten wächst.
  • Gewichtsverlust. Diese Symptome sind oft die ersten Symptome, wenn sich ein Carcinom im Körper oder Schwanz des Pankreas entwickelt (wenn der Gallengang nicht blockiert ist).
  • Die Verdauung wird schlechter, weil die Menge an Pankreassekret weniger wird. Dies verursacht übel riechende blasse bis weiße Stuhlgänge und Gewichtsverlust.
  • Selten entwickelt sich ein Diabetes (wenn nahezu das gesamte Pankreas durch den Tumor zerstört ist.
  • Selten kann ein Tumor eine akute Entzündung des Pankreas hervorrufen (die akute Pankreatitis). Dies kann dann zu schwerenabdominellen Schmerzen führen.
  • Wenn das Carcinom in andere Teile des Körpers metastasiert, können sich verschiedene weitere Symptome entwickeln.

Wie wird ein Carcinom des Pankreas diagnostiziert?

Erstuntersuchung

Es gibt viele Gründe für eine Gelbsucht und die o.g. Symptome (z. B. ein eingeklemmter Gallenstein, eine Hepatitis, ein anderes Carcinom u.s.w.). Deswegen werden beim Entwickeln einer Gelbsucht oder den anderen Symptomen einige weiterführende Untersuchungen durchgeführt. Typischerweise steht an erster Stelle der Ultraschall des Bauchraumes und diverse Blutuntersuchungen. Diese Eingangsuntersuchungen können ein Hinweis auf die Entstehungsursache der Gelbsucht haben (z.B. die Blockade durch einen Tumor des Pankreaskopfes.

Weitere Untersuchungen, die durchgeführt werden sollten, sind eine ERCP("endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie"). Die ERCPkombiniert den Gebrauch eines Endoskops (ein flexibles optisches Instrument, um den Magen-Darm-Trakt von innen zu betrachten) und Röntgenaufnahmen. Ein Endoskop ist ein dünnes, flexibles optisches Instrument. Es wird durch den Mund und durch die Speiseröhre hindurch in den Magen geschoben und von dort durch den Magenausgang in den Zwölffingerdarm. Das Endoskop enthält einen fieberoptischen Kanal, der es ermöglicht, die betrachteten Strukturen zu beleuchten, so dass Ihr Arzt unter Sicht arbeiten kann. Kontrastmittel (röntgendichter Farbstoff) kann ebenso durch das Endoskop direkt in den Gallen- oder Pankreasgang injiziert werden (deswegen "retrograde" (rückwärtige) Injektion). Diese wird ermöglicht durch einen Plastikschlauch in einem Seitenkanal desEndoskops. Dann werden Röntgenbilder gemacht, die das Kontrastmittel abbilden. Dies kann einen Tumor, der eine Verengung dieser genannten Gänge verursacht, demarkieren.

Verschiedene Behandlungsmöglichkeiten können ebenso durch dasEndoskop erfolgen. Z.B. kann in einem verengten Gallengang ein sogenannter Stent (Überbrückung) eingelegt werden.

Diagnosesicherung

Eine Biopsie aus einem suspekten Tumor kann die Diagnose sichern.Biopsie nennt man, wenn eine Gewebeprobe aus dem Körper entnommen wird. Diese Probe wird dann unter dem Mikroskop auf abnormale Zellen untersucht. So eine Biopsie kann man während einer ERCP durchführen. Manchmal nimmt man so eine Biopsie auch durch eine lange feine Nadel direkt durch die Bauchwand, die man ultraschallgesteuert  in einen suspekten Tumor einbringen kann. Manchmal kann man so eine Biopsieauch während einer kleinen Operation mit einer Rundumschau im Abdomen verbinden (diagnostische Laparoskopie).

Wie auch immer, wenn die Chirurgie in Betracht kommt um einen suspekten Pankreastumor zu entfernen, wird man keine Biopsiedurchführen, weil bei der Durchführung einer Biopsie das Risiko besteht, dass man Krebszellen durch die Biopsie in dem Stichkanal verteilt. Die Information, die man aus anderen Untersuchungen oder diagnostischen Methoden erhält, können für Ihren Arzt ausreichend sein um zu beweisen, dass diese Symptome ein Pankreascarcinom als Ursache haben.

Feststellung der Ausdehnung und Metastasierung

Die o.g. Untersuchungen können ausreichend sein die Ausdehnung des Carcinoms festzustellen. In manchen Fällen müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um eine Metastasierung des Carcinoms zu beweisen. Z.B. sind dies eine Computertomographie, eine Magnetresonanztomographie oder weitere Tests. Diese Untersuchungen werden Staging des Carcinoms genannt. Ziel der Staging-Untersuchung ist herauszufinden: 

  • Wie groß der Tumor im Pankreas gewachsen ist und ob er in seiner Größe den Rand des Pankreas erreicht oder sogar den Pankreasrand durchbricht.
  • Ob sich das Carcinom in den lokalen Lymphknoten abgesiedelt hat.
  • Ob sich das Carcinom in andere Körperstellen verbreitet hat (metastasiert hat).

Die korrekte Feststellung des Krebsstadiums hilft Ihrem Arzt die bestmögliche Therapieform für Sie herauszufinden. Des weiteren gibt es mitunter eine vernünftige Aussagekraft hinsichtlich der Prognose der Erkrankung.

Wie sind die Behandlungsoptionen des Pankreascarcinoms?

Die Behandlungsmöglichkeiten, die hier betrachtet werden sollen, beinhalten die Chirurgie, die Chemotherapie und die Radiotherapie. Die Behandlung, die für den einzelnen Fall die Richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie z. B. das Carcinomstadium (wie groß der Tumor ist und ob er gestreut hat) und dem Gesundheitszustand des Patienten ab.

Sie sollten dies mit dem Spezialisten besprechen, der Ihren Fall am besten kennt. Dieser wird Ihnen die möglichen Pro und Kontras, die wahrscheinliche Erfolgsrate, die möglichen Nebenwirkungen und andere detaillierte Informationen über weitere Therapieoptionen für Ihren Carcinomtyp geben können.

Sie sollten mit Ihrem Arzt auch die Ziele der Behandlung besprechen. z. B.:

  • Ein Behandlungsziel kann die Heilung des Tumors sein. Einige Pankreascarcinome können geheilt werden, insbesondere wenn sie in einem sehr frühen Stadium der Erkrankung behandelt werden (Ärzte neigen dazu den Begriff Remission anstatt den Begriff Heilung zu verwenden. Remission bedeutet, dass es keinen Hinweis auf ein Tumor nach einer Behandlung gibt. Wenn Sie "in Remission sind" können Sie geheilt sein. Nichts desto trotz kann in einigen Fällen der Tumor nach Monaten oder Jahren später wiederkommen. Dies ist der Grund, warum viele Ärzte das Wort Heilung in diesem Zusammenhang vermeiden).

  • Ein Behandlungsziel kann die Tumorkontrolle sein. Wenn eine Heilung nicht realistisch ist, kann eine Behandlung möglicherweise das Wachstum oder die Verbreitung eines Carcinoms verhindern oder verzögern. Das kann zu einer länger andauernden Symptomfreiheit führen.

  • Das Behandlungsziel der Symptomerleichterung. Wenn eine Heilung nicht möglich ist, kann eine Behandlung zur Tumorverkleinerung und damit zu einer Verringerung der Symptome wie z. B. Schmerz oder Schluckbeschwerden führen. Wenn ein Krebs sehr weit fortgeschritten ist, kann der Pat. eine Behandlung mit Ernährungsergänzung, Schmerzmedikamenten oder anderen Dingen benötigen, die ihn schmerzfrei oder symptomfrei leben lassen.

Chirurgie

Wenn das Carcinom sich in einem frühen Stadium befindet, gibt es eine Chance, dass ein operativer Eingriff eine Heilung herbeiführen kann (ein frühes Stadium bedeutet ein kleiner Tumor, der auf den Pankreas begrenzt ist und sich nicht in Lymphknoten oder andere Körperstellen verteilt hat).

  • Wenn der Tumor sich im Pankreaskopf befindet kann eine Operation helfen, die den Pankreaskopf entfernt. Dieses ist eine lange und schwerwiegende Operation, weil die umgebenden Organe und Strukturen, wie z. B. der Zwölffingerdarm, der Magen, der Gallengang u.s.w. teilweise mit entfernt und dann rekonstruiert werden müssen.
  • Wenn der Tumor sich im Körper oder Schwanz des Pankreas befindet, kann die Entfernung des betroffenen Pankreasanteils eine Therapieoption sein.

Der Grund warum die Heilungschance beim Pankreascarcinom eher als mäßig einzustufen ist liegt daran, dass in den meisten Fällen, obwohl sich der Tumor in einem frühen Stadium befindet, einige Zellen bereits in andere Körperteile verteilt haben (metastasiert haben) und durch Staginguntersuchungen oder CT/Ultraschalluntersuchungen nicht zu entdecken sind. Mit der Zeit werden aus diesen Zellen Zweittumoren wachsen.

Wenn das Carcinom sich in einem Spätstadium befindet, ist die Chirurgie keine Therapieoption diese Krankheit zu heilen. Einige chirurgische Techniken können aber trotzdem ihren Platz finden, um eine Symptomerleichterung durchzuführen. Ein Beispiel hierfür ist die Möglichkeit die Gelbsucht zu bessern, die durch einen blockierten Gallengang verursacht wird. Durch eine Bypassoperation oder das Einbringen eines Stents (Überbrückung) lässt sich ein Gallenabfluss wieder herstellen.

Chemotherapie und Strahlentherapie

Eine Chemotherapie ist eine Behandlung, die Antikrebsmedikamente benutzt, um Krebszellen zu töten oder sie an der Vermehrung hindert. Die Strahlentherapie ist ein Behandlungsverfahren, welches hochenergetische Strahlen auf carcinomatös verändertes Gewebe richtet. Das tötet Krebszellen oder hindert Krebszellen daran, sich zu teilen. Chemotherapie und Strahlentherapie können alleine oder in Kombination mit der chirurgischen Therapie angewendet werden.

Wie ist die Prognose?

Wenn ein Carcinom des Pankreas in einem frühen Stadium diagnostiziert und behandelt wird gibt es eine geringe Chance der Heilung durch einen chirurgischen Eingriff. Man kann sagen, je kleiner der Tumor, je früher der Tumor diagnostiziert wird, desto besser ist die Prognose. Einige Tumoren, die sich im Pankreaskopf entwickeln, können sehr früh diagnostiziert werden, da sie eine Blockierung des Gallengangs hervorrufen und damit eine sehr früh eintretende Gelbsucht bewirken. Dieses offensichtliche Symptom wird beobachtet und eine durchgeführte Operation, die zur Entfernung des Tumors führt, kann die Erkrankung unter Umständen heilen.

Allerdings muss man sagen, dass die meisten Carcinome des Pankreas, bevor sie Symptome entwickeln, fortgeschritten sind und dann erst diagnostiziert werden. Eine Heilung ist in den meisten Fällen dann nicht möglich. Nichts desto trotz kann eine Behandlung das Fortschreiten des Carcinoms verlangsamen.

Die Behandlung von Carcinomen ist ein Entwicklungsgebiet der Medizin. Neue Behandlungsoptionen werden entwickelt und die Informationen über die Prognose eines Patienten sind sehr allgemein. Ihr Arzt, der Ihren Fall genau kennt, kann Ihnen genauere Informationen über Ihre persönliche Prognose und über die Tatsache geben, wie gut Ihr Typ und Ihr Stadium eines Carcinoms auf die geplante Behandlung anspricht.


Letzte Änderung am:  09. August, 2014
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